Berichte
Öffnet die Augen
Während diesen Tagen, war ich sehr unglücklich. Und ich sage
während diesen Tagen, weil es mehrere Tage waren. Vielleicht zwei
Wochen, vielleicht ein Monat oder vielleicht sogar ein Jahr... An diesen
Tagen ereignete sich viel. Vielleicht sogar sehr viel. An diesem Tag wurde
ich krank. Vielleicht war es nicht nur ein Tag. Vielleicht ereignete es
sich ja im Laufe von einer Woche, einem Monat oder einem Jahr...Doch ich
weiss, dass ich in dieser Zeit krank wurde. Es ist schon eine andere Art
von Krank. Auf jeden Fall hatte es mein Leben für ewig verändert.
Ich war krank. Ich bin immer noch krank. Es ist eine Krankheit, die wahrscheinlich
nie mehr vergeht, doch dies hoffe ich nicht. Es war eine sehr schwere
Zeit und ich wusste nicht was es war. Ich war sehr unglücklich. Ich
hatte Angst.
Doch jetzt bin ich mir bewusst, mit was ich Leben muss. Ich habe gelernt
damit zu leben, damit umzugehen und darauf zu reagieren, wenn andere Menschen,
mich dumm anschauen, sich lustig machen oder ihr Gehirn nicht so benutzen,
wie es eigentlich sein sollte. Ich habe mich schon oft gefragt, warum
nicht alle Menschen nach meinen Rechten, nach meinen Gedanken, und nach
einer guten Meinung leben...Ich hatte Angst, doch jetzt ist es mir bewusst
und ich muss mich nicht mehr von andern herumkommandieren lassen.
Doch die Zeit ging vorbei. Aber irgendwie doch nicht.?
Ich wurde älter. Und ich entwickelte mich wie jeder andere auch.
In diesen Tagen verliebte ich mich. Ich hatte eine gute Chance. Und ich
bekam was ich wollte. Wir liebten uns...dachte ich. Oder muss ich vielleicht
sagen, “Ich liebte Sie?”
Wir haben uns nach zwei langen Jahren getrennt. Ich kannte den Grund leider
nicht. Danach bleiben wir selten in Kontakt, bis er schliesslich erlosch.
Ich sah sie nie wieder.
Doch jetzt weiss ich, warum sie sich von mir getrennt hatte.
Ich war krank. Und ich bin immer noch krank...
Ich machte mir viele Gedanken darüber, Vorwürfe. Ich fand keinen
richtigen Ausgang aus diesem Gefühl, welches ich hatte. Es war eine
sehr grosse Trauer. Und ich kam einfach nicht daraus. Ich kam einfach
nicht daraus. Ich hatte Angst...
Es war so, wie mich irgendetwas im Innern fest hielt.
Doch die Zeit ging vorbei. Aber irgendwie doch nicht.?
Ich wurde älter. Und ich fand viele andere Freunde. Es war nicht
mehr die Zeit, an der ich zu Hause vor meinem Fernseher sass, und mir
Gedanken über die vergangene Zeit machte.
Die Zeit veränderte sich schnell. Alles ging vorbei. Aber ich war
krank. Und bin immer noch krank. Lange wusste ich nicht, ob mich meine
neuen Freunde verstehen...doch sie taten es.
Ich hatte Freude. Doch diese neuen Freunde, waren anders. Sie hatten etwas
eigenartiges.
Ich fiel wieder in Angst. Was will diese Welt? Für was steht sie?
Ich bin tief gefallen, aber doch viel es mir nicht so schwer wie früher?
Man lernt wohl aus der Vergangenheit.
Es ist so, wie ein grosser Fels, von einem hohen Gipfel herabrollte und
nichts traf.
Es ist verrückt. Doch ich zog mich ein wenig von dieser Sache zurück,
von der ich hier rede, von dem die andern wahrscheinlich nichts verstehen.
Doch öffnet eure Augen!
Meine Freunde blieben immer noch meine Freunde. Auch wenn ich anders bin,
auch wenn ich krank bin, auch wenn ich auch nur ein armes Geschöpf
der Welt bin, welches seinen Weg noch nicht ganz gefunden hatte. Wer hilft
in Not? Warum sind wir auf der Welt? Warum hat uns irgendetwas grosses
erschaffen, wenn es uns doch gar nicht helfen kann?
Doch vielleicht ist es der erste Mensch. Und all die Menschen, welche
er erschuf, welche jetzt hier auf dem Boden stehen, haben Eltern. Und
Eltern heisst doch deshalb Erschaffer!?
Wir wurden von Eltern erschaffen. Auch die Eltern wurden von Eltern erschaffen.
Doch von was wurde der erste Mensch erschaffen!? Muss er auch Eltern gehabt
haben?
Was hat das nun all mit meinen Erfahrungen zu tun?
Manche Menschen leben unglücklich, manche sind arm, manche sind reich,
und manche sind nur glücklich.
Warum sind wir alle anders?
Warum können die Einen über die andern lachen oder weinen?
Ist es das Geld, dass uns arm macht? Oder sind es wir einfach selbst?
Ich bin krank. Und ich bin immer noch krank.
Macht eure Augen offen!
Im Moment sitze ich ganz einfach vor einem Bildschirm und schreibe diesen
kleinen Text.
Und ich bin immer noch krank. Ich bin glücklich. Ich habe zwar keine
Freundin, doch ich habe Kollegen und Kolleginnen. Und auch wirkliche Menschen,
welche ich Freunde nennen kann. Ich will eine Freundin, ich will anders
sein, und vor allem will ich gesund sein.
Doch ich bin glücklich. Ich bin froh. Und ich bin krank.
Es gibt komische Dinge auf dieser Welt. Auf dieser einen, nichtswissenden
kranken Welt,
welche von der Natur und von irgendwelchen Eltern erschaffen worden ist.
Ich bin Jung. Und die Zeit vergeht, oder doch nicht?
Was wäre ohne Zeit? Ich verstehe die Zeit nicht. Ohne Uhr hätten
wir keinen Stress mehr, doch ohne Zeit hätten wir kein Leben. Öffnet
eure Augen!
Wann kommt die Zeit, an dem jeder Mensch, sein eigenes Leben lebt!?
Wann kommt das Leben, an dem jeder Mensch, nach seiner eigenen Zeit lebt?
Wann kommt der Mensch, bei dem ich für immer bleiben kann, der mir
Freude bringt, der mit mir zusammen etwas unternimmt, der mich gesund
macht?
Wir müssen noch lange weiterleben. Richtet euer Leben so, dass ihr
nach eurem Eigen lebt, euch nichts von andern gefallen lässt, was
euch wirklich aus dem Bewusstsein bringt, bereitet anderen Menschen Freude,
lehrt euere Nachkommen auch so. Ich bin sehr froh, dass ich auch keine
Gefangener einer Religion bin.
Ihr müsst niemandem verzeihen, wenn ihr was schlechtes getan habt.
Was ihr tun müsst ist daraus lernen, um es nachher einfach besser
zu machen!
Ich hoffe ich werde gesund. Ich hoffe irgendwann wird mir geholfen. Doch
warum helfe ich andern, wenn mir nicht geholfen wird?
Warum lieben mich die Menschen? Warum hassen mich andere?
Warum liebe ich Menschen und warum hasse ich andere? Ich korrigiere mich.
Ich hasse keine Menschen!
Doch Lieben und Hassen kann am Ende das Selbe werden!
Akzeptiert alle Menschen und lernt sie!